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Tropen
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Die Tropen (von altgriechisch Ï„ÏÏŒÏ€ÎżÎč ጭλÎčÎżÏ… trĂłpoi Hēliou, deutsch ‚Sonnenwendegebiete‘) – auch tropische (Klima-)Zone oder Niedere Breiten – sind in erster Linie eine der erdumspannenden Klimazonen, die durch bestimmte solare oder thermische Schwellenwerte abgegrenzt werden. Die tropische Zone erstreckt sich parallel zu den Breitenkreisen in Ost-West-Richtung; nach der solaren Definition zwischen dem nördlichen und sĂŒdlichen Wendekreis um die gesamte Erde (mit dem Äquator als Mittellinie).cite-ref-1[1] PolwĂ€rts schließen sich die Subtropen an. Nach thermischen Parametern kommt es je nach Klimaklassifikation und Autor zu erheblichen Abweichungen von den solaren Grenzen.

Das herausragende Merkmal aller tropischer Gebiete ist die ĂŒber das gesamte Jahr fast gleichbleibende TageslĂ€nge, die nur um maximal 3 Stunden schwankt; immer hohen SonnenstĂ€nden zur Mittagszeit sowie einer jĂ€hrlichen Regenzeit, deren Dauer mit zunehmender Entfernung vom Äquator abnimmt.cite-ref-2[2] Hinzu kommt eine grundsĂ€tzliche Frostfreiheit.

Die Untergliederung der Tropen ist vielfĂ€ltig (Übersicht siehe nebenstehende Grafik): Innerhalb der Tropen werden die Ă€quatornahen immerfeuchten Inneren Tropen von den zu den Wendekreisen hin sommer- bzw. wechselfeuchten Äußeren Tropen bis zu den trockenen Randtropen als Subzonen unterschieden, die sich in unterschiedlichen Klimatypen, Öko- und Vegetationszonen zeigen.

Mindestens vier Klimatypen werden unterschieden: Zum einen die tropischen Regenwaldklimate entlang des Äquators, die von den wechselfeuchten Feuchtsavannenklimaten gesĂ€umt werden. Nach einer anderen Untergliederung werden beide zusammen auch Feuchte Tropen genannt.

DemgegenĂŒber stehen die Trockenen Tropen, zu denen die ebenfalls wechselfeuchten Trockensavannenklimate der Äußeren Tropen und schließlich in die Dornsavannenklimate der Randtropen gehören. Letztere zĂ€hlen sowohl zu den sommerfeuchten als auch zu den tropisch / subtropischen Trockengebieten, die am Ende in tropische HalbwĂŒsten und WĂŒsten ĂŒbergehen. (Da die zugehörigen Heißen WĂŒstenklimate zum grĂ¶ĂŸten Teil in den Subtropen liegen, werden sie dort behandelt.)

Alle vorgenannten Untergliederungen beziehen sich nur auf die in geringer Höhe (je nach Klimatyp) von 1200 bis maximal 2000 m ĂŒber dem Meeresspiegel gelegenen planar-kollinen Warmtropen. Typische Klimaeigenschaften der Tropen gelten jedoch auch fĂŒr die höher gelegenen Gebiete. Aufgrund der höhenwĂ€rtigen Temperaturabnahme spricht man ab der montanen Höhenstufe in tropischen Gebirgen, wenn die 18- oder 20 °C-Isotherme unterschritten wird, von Kalttropen.

Im weiteren Sinne steht der Begriff Tropen ĂŒber die klimatische Betrachtung hinaus fĂŒr den globalen, geozonalen Naturraum mit seinen weiteren Eigenarten.

Durch die globale ErwĂ€rmung kommt es zu einer Verschiebung der Klimazonen mit weitreichenden Folgen. Zum einen dĂŒrften die halbtrockenen Tropen (z. B. die Savannen des Sahel) von zunehmenden NiederschlĂ€gen profitieren, so dass der Ackerbau mehr ErtrĂ€ge bringt.cite-ref-3[3] Die feuchten Zonen der Tropen, die bereits weitgehend entwaldet sind, werden hingegen durch zunehmende Trockenheit und WaldbrĂ€nde weiter ihre Artenvielfalt einbĂŒĂŸen. Intakter Regenwald hingegen wirkt ausgleichend auf den Wasserhaushalt und kommt mit steigenden Temperaturen relativ gut zurecht.cite-ref-hbs-4-0[4] In dem Zusammenhang sind auch VerĂ€nderungen der Vegetationsverteilung bei im TropengĂŒrtel liegenden GebirgszĂŒgen zu erwarten.cite-ref-10-1073-pnas-1509938112-5-0[5]

Als Außer- oder Ektropen werden diejenigen Gebiete zusammenfassend bezeichnet, die nicht in den Tropen liegen und demnach ein Jahreszeitenklima aufweisen (Subtropen, Mittelbreiten, Polargebiete).

Contents

‱ Klimazone
‱ Kalttropen
‱ Naturraum
‱ Ökologie
‱ Böden
‱ Literatur
‱ Weblinks

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Klimazone

Solare Abgrenzung

Die typischen, ganzjĂ€hrig fast gleichbleibenden „SonnenlĂ€ufe“ in den Tropen bedingen das PhĂ€nomen des Tageszeitenklimas, sodass die Einstrahlung permanent hoch ist. Dabei steht die Sonne – im Bereich der Wendekreise am Tag der Sommersonnenwende einmal jĂ€hrlich und ansonsten ĂŒberall in den Tropen zweimal jĂ€hrlich (ĂŒber dem Äquator um den 21. MĂ€rz und den 23. September) – senkrecht ĂŒber der Erde (im Zenit). Da dieses PhĂ€nomen polwĂ€rts an den Wendekreisen bei genau 23° 26â€Č 05″ nördlicher und sĂŒdlicher Breite endet, sind sie die „natĂŒrlichen“ Grenzen der (solaren) Tropen.

Strahlungsdaten

Die höchsten SonnenstĂ€nde der Klimazone liegen von den Wendekreisen bis zum Äquator zwischen 43 und 67° zur Wintersonnenwende und zwischen 90 und 67° zur Sommersonnenwende.cite-ref-planetcalc-com-7-0[6] Dies fĂŒhrt zu einer mittleren jĂ€hrlichen Globalstrahlung von 1700 bis ĂŒber 2200 kWh/mÂČ in den Tropen.cite-ref-8[7] Dies sind die höchsten Werte auf der Erde.

Die TageslĂ€ngen bewegen sich im Jahreslauf zwischen gleichbleibend 12 Stunden am Äquator und 10,5 und 13,5 Stunden an den Wendekreisen; das entspricht jĂ€hrlichen Schwankungen von 0 bis 3 Stunden.cite-ref-9[8]cite-ref-planetcalc-com-7-1[6] WĂ€hrend der Vegetationsperiode liegen die TageslĂ€ngen im Mittel bei 12 bis 13 Stunden.cite-ref-schultz-10-0[9]

Der UV-Index (sonnenbrandwirksame IntensitĂ€t der Ultraviolettstrahlung) ist im Jahresmittel um 12:00 Uhr Mittags mit 9 bis ĂŒber 14 sehr hoch bis extrem hoch.cite-ref-11[10] In tropischen Hochgebirgen werden bei klarem Himmel die weltweit höchsten Werte gemessen.

Thermische Merkmale

Durch diverse Faktoren (insbesondere Luft- und Meeresströmungen) wird die durch die eingestrahlte Sonnenenergie entstehende WĂ€rme unregelmĂ€ĂŸig nach Norden oder SĂŒden transportiert. Die thermischen Grenzen der Tropen weichen daher mehr oder weniger von den solaren Grenzen ab. Vor diesem Hintergrund haben diese Gebiete einen hohen bis mittleren maximalen Energieeintrag mit niedriger Variationsbreite.cite-ref-12[11]

Aufgrund der stÀndig hohen SonnenstÀnde und der gleichbleibenden Wetterlagen betragen die Schwankungen der Tagestemperatur im Tieflandregenwald nur bis zu 7 Kelvin.cite-ref-13[12] In den sommerfeuchten Tropen hingegen sind 9 Kelvin in der Regenzeit und 18 Kelvin in der Trockenzeit typisch. GrundsÀtzlich bleiben alle tropischen Gebiete ganzjÀhrig frostfrei.

Vergleicht man verschiedene Karten der Klimazonen (oder vergleichbarer geozonaler Modelle), so fallen erhebliche Abweichungen der Zonengrenzen auf, wie man bereits an den drei Modellen der hier veröffentlichten Karte erkennen kann.cite-ref-14[Anmerkung 2]

Klassifikationen und Festlegungen

Etliche Wissenschaftler haben versucht, die Grenzen der Klimazonen grundlegend zu definieren oder ihre AnsÀtze ermöglichen die Ableitung entsprechender Schwellenwerte. Einige Beispiele:

| Autor(en) | von | Ziel / HintergrĂŒnde | Benennung | Faktoren | Wertebereiche |
|---|---|---|---|---|---|
| Köppen , auf der Grundlage von Supan [ 13 ] | 1884 | Festlegung der fĂŒnf Klimazonen | Tropenzone | Andauer der Mitteltemperaturen | 12 Monate ĂŒber 20 °C |
| Troll & Paffen [ 14 ] | 1964 | „ Jahreszeitenklimate “ Grundlegende Festlegung von Klimazonen in Bezug zu den Wechselwirkungen des Klimas auf die Vegetation | Tropenzone | Thermische Andauer- u. Schwellenwerte, sowie Gehölze | Jahresmitteltemperatur ĂŒber 18,3 °C frostfrei (Tiefland) frostempfindliche, immergrĂŒne oder trockenkahle LaubbĂ€ume |
| FAO , auf der Grundlage von Köppen & Trewartha [ 15 ] | 1968 / 2000 | „Ecological zones“ Level 1 - Domain : Übergeordnete thermische Klimazonen im System der Ökozonen; internationale Verwendung | Tropical | Thermische Andauer- u. Schwellenwerte | ganzjĂ€hrig frostfrei in MeeresnĂ€he ĂŒber 18 °C |
| Schultz [ 9 ] | 1988 | „ Die Ökozonen der Erde “ Klimazonen nach Troll & Paffen auf der ersten Ebene der Ökozonen | Tropen | (u. a.) Thermische Wachstumsbedingungen in Klammern = regional | (9 bis 11) 12 Monate ĂŒber 10 °C 9 bis 12 Monate ĂŒber 18 °C |
| MĂŒller-Hohenstein [ 16 ] | 1989 | „Geoökologische Zonen“ Klimazonen als 1. Gliederungsebene | Tropische Zonen | Jahresmitteltemperatur (JMT) und Vegetationsperiode (VP) als Summe der humiden Tage mit Ăž ≄ 10 °C | JMT: 21 bis 28 °C VP: um 180 bis 365 Tage |
| Lauer , Frankenberg und Rafiqpoor [ 17 ] | 1996 | „ Die Klimate der Erde “ „Ökophysiologische Klimaklassifikation“: Wechselwirkungen des Systems „Klima–Pflanze–Boden“ als Reaktion der Pflanzendecke auf das Klima mit Quantifizierung der Grenzlinien | Tropen-Zone | mittlere BestrahlungsstĂ€rke (BS) und thermische Vegetationsperiode (VP) | BS: ĂŒber 150 W/mÂČ VP: 12 Monate weitestgehend frostfrei |
| Siegmund & Frankenberg [ 18 ] | 1999 / 2006 | „ Klimate der Erde “ Thermische Klimazonen als erster KlimaschlĂŒssel im „Baukastensystem“ | Heiße Zone (Tropen) | Jahresmitteltemperatur | ĂŒber 24 °C |
| Box [ 13 ] | 2016 | „World Bioclimatic Zonation“ Haupt-Klimazonen nach Kardinaltemperaturen und deren Dauer | Tropical zone | Tagesmitteltemperaturen | niemals unter 0 °C vielleicht nicht unter 5 °C |

Hygrische Merkmale

Zur Bestimmung eines Klimatyps sind neben den verschiedenen Temperaturen ebenso Messwerte zur Wasserversorgung erforderlich. Da jede Klimazone verschiedene Klimatypen umfasst, sind die im Folgenden aufgefĂŒhrten Mittelwerte fĂŒr den gesamten KlimagĂŒrtel nur in Bezug auf die zonale Abfolge aussagekrĂ€ftig:

Die mittleren jĂ€hrlichen NiederschlĂ€ge liegen in den Tropen bei relativ hohen 800 mm am nördlichen und 900 mm am sĂŒdlichen Wendekreis bis hin zu hohen 1800 mm in den inneren Tropen nördlich und 1900 mm sĂŒdlich des Äquators.cite-ref-21[19] SĂ€mtliche NiederschlĂ€ge außerhalb von Hochgebirgen fallen als Regen, die grĂ¶ĂŸten Mengen als zenitaler Starkregen in den inneren und als Monsunregen in den Ă€ußeren Tropen. Die Verdunstungsrate ist in den trockenen und auch noch in den wechselfeuchten Tropen deutlich höher als die Niederschlagssummen, wĂ€hrend sie in den innertropischen, wolkenreichen Regenwaldgebieten wieder etwas geringer ist. Diese Kombination fĂŒhrt zu einer im Mittel sehr hohen Luftfeuchtigkeit, obwohl sie in Richtung Randtropen deutlich abnimmt. Der Himmel in den Tropen im Mittel wolkig bis bewölkt, ebenfalls mit einer immer geringeren Wolkendecke, je nĂ€her man den Wendekreisen kommt.cite-ref-22[20]

GrundsĂ€tzlich bestimmen die NiederschlagsverhĂ€ltnisse in den Subtropen und Tropen (Hochgebirge ausgenommen) aufgrund der ĂŒberall ganzjĂ€hrig hohen Temperaturen im Wesentlichen die Wachstumsbedingungen der Pflanzenwelt.

Tropisch/subtropische Trockengebiete; Trockenklimate

In den Ökozonen nach Schultz werden die Trockengebiete der Subtropen und Tropen zusammengefasst, da das Konzept der thermischen Klimazonen einschließlich klar unterscheidbarer Vegetationsformen hier an seine Grenzen stĂ¶ĂŸt. Die in der Karte unvollstĂ€ndig dargestellten Dornsavannenklimate liegen zum grĂ¶ĂŸten Teil in den Tropen, sodass dieser Klimatyp hier beschrieben wird, wĂ€hrend die vorwiegend in den Subtropen liegenden heißen WĂŒstenklimate dort behandelt werden.

Köppen & Geiger – die das klassische Klimazonenkonzept vermieden haben – fassten alle Trockenklimate der Erde von den Mittelbreiten bis zu den Tropen als so genannte B-Klimate zusammen. Die Siegmund-Frankenberg-Klassifikation orientiert sich im ersten Schritt an den thermischen Klimazonen, um dann im zweiten Schritt ebenfalls ein zonenĂŒbergreifendes Gebiet hygrisch definierter Trockenklimate einzufĂŒgen.

Wettersysteme

Die Tropenklimate werden im Rahmen der planetarischen Zirkulation von der innertropischen Konvergenzzone etwa zwischen 5° SĂŒd und 10° Nord geprĂ€gt.cite-ref-roedel-23-0[21] Sie entsteht durch die ganzjĂ€hrig besonders große Energieaufnahme bei hohen SonnenstĂ€nden, die zu schnell aufsteigenden warmen Luftmassen und damit zu anhaltendem tiefen Luftdruck in BodennĂ€he (mit oft hoher Luftfeuchtigkeit und hĂ€ufigen Gewittern) fĂŒhren. Dadurch strömt Luft aus den Subtropen Richtung Tropen: Dies ist die Ursache der mĂ€ĂŸig starken, aber sehr bestĂ€ndigen Passate, die durch die Corioliskraft ostwĂ€rts abgelenkt werden. Die Konvergenzzone, die auch Ă€quatoriale Tiefdruckrinne genannt wird und die im Innern durch die windstillen Kalmen sowie ein typisches Band hoher Quellwolken gekennzeichnet ist, verlagert sich mit den zenitalen SonnenstĂ€nden im Rhythmus der Jahreszeiten bis Juli nach Norden und bis Januar nach SĂŒden. Dies fĂŒhrt in den angrenzenden tropischen Sommerregenzonen zu feuchten und meist regenreichen Sommern, wĂ€hrend im Winter der Einfluss der subtropischen HochdruckgĂŒrtel mit niederschlagsarmem Wetter dominiert.cite-ref-roedel-23-1[21] Im Bereich der viel grĂ¶ĂŸeren Landmassen der Nordhalbkugel entfernt sich die Tiefdruckrinne im Sommer wesentlich weiter vom Äquator; in Asien bis in die Subtropen. Die in der Höhe an der Tropopause als Antipassate polwĂ€rts strömenden schweren, warmen Luftmassen sinken grĂ¶ĂŸtenteils spĂ€testens ĂŒber rund 30° Breite in den Subtropen ab – auch, weil die hier tiefer gelegene Tropopause sie dazu zwingt. Im weiteren Zusammenhang bestimmen die tropisch/subtropischen Luftmassen gleichsam mit ihrem Gegenspieler – den leichten, kalten Luftmassen der Polargebiete – die planetarische Frontalzone der Mittelbreiten mit den höchsten Druckunterschieden der AtmosphĂ€re. Die tropisch-subtropischen Zirkulationen werden insgesamt als Hadley-Zellen bezeichnet. Sie sind sehr stabil und verursachen meist langanhaltende Wetterlagen in den Tropen.cite-ref-24[22] Aufgrund der stĂ€ndig hohen Energiezufuhr sind extreme Wetterereignisse wie intensive Schauer mit Starkregen, Gewitter sowie tropische WirbelstĂŒrme in den Tropen typisch.cite-ref-25[23]

Subzonen und Klimatypen

Allein die Zugehörigkeit zu einer Klimazone ermöglicht noch keine Aussagen ĂŒber die tatsĂ€chlichen Klimate innerhalb der Zone. Dazu bedarf es der Festlegung von Klimatypen (fĂŒr die niedrigen (planar-kollinen) Regionen) aus dem Vergleich der „elementaren“ Makroklimate aller Kontinente mit Hilfe weiterer Parameter (siehe Klimazone: Abschnitt Möglichkeiten der Zonen-Untergliederung): Das können regionale thermische Bedingungen sein – etwa die KontinentalitĂ€t –, doch vor allem hygrische Merkmale wie die Summe der NiederschlĂ€ge im Jahr, die Dauer von Regen- und Trockenzeiten oder das VerhĂ€ltnis von Niederschlags- und Verdunstungsrate (HumiditĂ€t/AriditĂ€t). Dies fĂŒhrt zu komplexen KlimaschlĂŒsseln, die im Kartenbild zwangslĂ€ufig noch grĂ¶ĂŸere Abweichungen zwischen den verschiedenen Modellen aufweisen!

Wie an der Karte erkennbar, besteht die tropische Zone aus mindestens fĂŒnf elementaren Makroklimaten, die oftmals als drei Subzonen der sogenannten Warmtropen betrachtet werden, da ihre Abfolge – wenngleich mit vielen Ausnahmen – ungefĂ€hr breitenkreisparallel verlĂ€uft. Weil die Temperaturen ĂŒberall ganzjĂ€hrig hoch sind und demzufolge keine Limitierung der Vegetation bewirken, werden fĂŒr die Klimatypen der Warmtropen im Allgemeinen keine Temperaturgrenzwerte genannt. Entscheidend ist hier vielmehr die Menge und Verteilung der NiederschlĂ€ge. Die Gebirgsklimate werden als Kalttropen in der Regel separat betrachtet. Zudem gibt es eine weitere ökologische Einteilung in Feuchte und trockene Tropen.

Warmtropen

Als Warmtropen werden jegliche (geozonalen) Tropenklimate des Tieflandes in Abgrenzung zu den (extrazonalen) Höhenklimaten der Kalttropen bezeichnet. Das entscheidende gemeinsame Merkmal der Warmtropen ist die grundsÀtzliche Frostfreiheit.cite-ref-diagramme-26-0[24]

Im Sinne idealisierter Subzonen werden sie in die immerfeuchten inneren sowie die sommer- bzw. wechselfeuchten Ă€ußeren und randstĂ€ndigen Tropen unterteilt.

Innere Tropen

Die inneren Tropen sind durch ein schwĂŒlwarmes, immerfeuchtes Tropenklima ohne ausgeprĂ€gte Trockenzeiten gekennzeichnet. In einem zwischen knapp 1000 und fast 4000 Kilometer breiten (jedoch sehr unregelmĂ€ĂŸigen) „Band“, das sich mit zwei Unterbrechungen (Ostafrika und Hochanden) ĂŒber alle Kontinente nördlich und sĂŒdlich des Äquators erstreckt, nimmt die Luft durch die ganzjĂ€hrig sehr hohe Sonneneinstrahlung große Mengen Wasser auf. Aufgrund der Passatzirkulation verbleiben diese Luftmassen zum großen Teil in der innertropischen Konvergenzzone und regnen sich dort wieder ab. In diesem Klima entstehen tropische RegenwĂ€lder im Tiefland sowie entsprechende dauerfeuchte Vegetationsformen in den Hochlagen (siehe Kalttropen).

Durch die hohen Temperaturen verdunsten große Mengen Wasser, weshalb die Luftfeuchte sehr hoch ist. Das fĂŒhrt im Tagesgang zu hĂ€ufiger und dichter Bewölkung, welche durch die starke Verdunstung entsteht. Die Einstrahlung der Sonnenstrahlen wird dadurch abgeschwĂ€cht. Es herrscht somit ein hochgradiges (solares und thermisches) Tageszeitenklima: die tĂ€glichen Temperaturschwankungen sind grĂ¶ĂŸer als die jĂ€hrlichen. Niederschlagsbestimmendes PhĂ€nomen der Tropen ist die Passatzirkulation und deren jahreszeitliche Verschiebung. Die Passatzirkulation bewirkt rund um Ă€quatoriale Konvergenzzone beim höchsten Sonnenstand so genannten Zenitalregen, der mit den höchsten Regenmengen einhergeht. Die Konvergenzzone kann fast stillstehen – im Pazifik und Atlantik – oder sich im Jahresverlauf zyklisch einmal ĂŒber die gesamten Tropen bewegen wie etwa zwischen Zentralafrika bis zum malaiischen Archipel.

Tropische Regenwaldklimate

Die im Folgenden genannten Merkmale gelten erdumspannend (geozonal) fĂŒr Regionen bis zu rund 1200 m Meereshöhe. Höher gelegene Gebiete weisen hĂ€ufig ein abweichendes (extrazonales) Gebirgsklima auf.

Die Klimate der tropischen RegenwĂ€lder sind der Klimatyp des innertropischen Makroklimas. Sie sind geprĂ€gt durch sehr hohe Jahresmitteltemperaturen, die in der Regel zwischen 24 und 28 °C liegen. Die sehr hohen JahresniederschlĂ€ge bewegen sich zwischen 1800 und 2800 mm (im Mittel, mit einer sehr großen Spanne von durchschnittlich 1500 bis ĂŒber 8000 mm).cite-ref-grenzwerte-27-0[25]

Die NiederschlĂ€ge sind mindestens 8 Monate (oft ganzjĂ€hrig) sehr hoch bis extrem hoch, regional bis zu 4 Monate gering bis mĂ€ĂŸig. In Übergangslagen (z. B. zum tropisches Monsunklima) sind bis zu zwei voll aride Monatecite-ref-schmith-sen-28-0[26] möglich, in der Regel sind die hygrischen VerhĂ€ltnisse jedoch trotz der hohen Gesamtverdunstung mit 10 bis 12 feuchten Monaten vollhumid.cite-ref-schultz-10-2[9]cite-ref-m-ller-hohenstein-18-1[16]

Die genannten Bedingungen von Licht, WĂ€rme und Feuchtigkeit fĂŒhren zu einer maximalen Dauer der jĂ€hrlichen Wachstumsperiode von 360 Tagen.cite-ref-box-2016-15-2[13]cite-ref-forkel-29-0[27] Die potenzielle natĂŒrliche Vegetation besteht aus extrem biomassereichem, hochwĂŒchsigem und stockwerkartig strukturiertem immergrĂŒnem tropischem Regenwald sowie etwas niedrigeren, halbimmergrĂŒnen (saisonalen) ÜbergangswĂ€ldern.

Die Gesamtcharakteristik der tropischen Regenwaldklimate kann mit „ganzjĂ€hrig warm und feucht; Regenzeit mit oder ohne kurze Unterbrechung; ĂŒppige immergrĂŒne RegenwĂ€lder“ zusammengefasst werden.

Folgende Klimatypen effektiver Klassifikationsmodelle decken dieses Makroklima ab:

‱ bei Troll & Paffen: V1 (Tropische Regenklimate)
‱ bei Köppen & Geiger: Af (tropisches Regenwaldklima)
‱ bei Trewartha: Ar (Tropical Wet)

Äußere Tropen

In den Ă€ußeren Tropen, die in ihrer Nord-SĂŒd-Ausdehnung zwischen 600 und 2000 Kilometer „breit“ sind und auch sommer- oder wechselfeuchte Tropen genannt werden, treten bei insgesamt mĂ€ĂŸigen bis hohen Niederschlagssummen eine ausgeprĂ€gte sommerliche Regenzeit, eine winterliche Trockenzeit und dazwischen liegende kurze Übergangszeiten auf. Auch dabei spricht man von Jahreszeiten; dennoch herrscht auch in den Ă€ußeren Tropen noch ein Tageszeitenklima. Die beiden tropischen Subzonen – die Savannenklimate – liegen nördlich und sĂŒdlich der immerfeuchten Äquatorialzone und werden in mindestens zwei elementare Klimate unterteilt.

Feuchtsavannenklimate

Die im Folgenden genannten Merkmale gelten erdumspannend (geozonal) fĂŒr Regionen bis zu rund 1500 m Meereshöhe. Höher gelegene Gebiete weisen hĂ€ufig ein abweichendes (extrazonales) Gebirgsklima auf.

Die Klimate der tropischen FeuchtwÀlder und Feuchtsavannen (die ökologisch zusammen mit den Regenwaldklimaten zu den feuchten Tropen gezÀhlt werden) erhalten eine sehr hohe Globalstrahlung, die wÀhrend der Vegetationszeit etwas geringer ist.cite-ref-schultz-10-3[9] Sie sind geprÀgt durch sehr hohe Jahresmitteltemperaturen, die in der Regel zwischen 22 und 28 °C liegen. Die hohen JahresniederschlÀge bewegen sich zwischen (mindestens 1000) 1200 und 2000 mm.cite-ref-grenzwerte-27-1[25]

Die NiederschlĂ€ge sind in der Jahresmitte 7 bis 9 Monate meist sehr hoch, in der ĂŒbrigen Zeit meist sehr gering (bis extrem gering). Die entsprechenden Klimadiagramme weisen weltweit nur auffallend geringe Unterschiede auf. Aufgrund der hohen Gesamtverdunstungcite-ref-schultz-10-4[9] ist das Klima mit unter 10 feuchten Monatencite-ref-m-ller-hohenstein-18-2[16] beziehungsweise 3 bis 5 ariden Monatencite-ref-schmith-sen-28-1[26] semihumid.

Die genannten Bedingungen von Licht, WĂ€rme und Feuchtigkeit fĂŒhren zu einer langen Dauer der jĂ€hrlichen Wachstumsperiode von ĂŒber 300 Tagen.cite-ref-box-2016-15-3[13]cite-ref-forkel-29-1[27] Die potenzielle natĂŒrliche Vegetation besteht aus halb laubwerfenden regengrĂŒnen FeuchtwĂ€ldern, die jedoch in Richtung Wendekreise aufgrund regelmĂ€ĂŸiger (natĂŒrlicher oder anthropogen verursachter) WaldbrĂ€nde sehr großflĂ€chig zu Feuchtsavannen degradiert sind. Die Grasnarbe aus hĂ€ufig sehr hohen GrĂ€sen (bis ĂŒber 2 m) bedeckt den gesamten Boden.

Die Gesamtcharakteristik der Feuchtsavannenklimate kann mit „ganzjĂ€hrig warm, lĂ€ngere Regen- als Trockenzeit mit kurzen ÜbergĂ€ngen; niedrige regengrĂŒne WĂ€lder oder feuchte Hochgrassavannen“ zusammengefasst werden.

Folgende Klimatypen effektiver Klassifikationsmodelle decken dieses Makroklima ab:

‱ bei Troll & Paffen: V 2 (Tropisch humide Feuchtklimate)
‱ bei Köppen & Geiger: Am (tropisches Monsunklima)
‱ bei Trewartha: Aw (Tropical Wet-And-Dry)

Trockensavannenklimate

Die im Folgenden genannten Merkmale gelten erdumspannend (geozonal) fĂŒr Regionen bis zu rund 2000 m Meereshöhe. Höher gelegene Gebiete weisen hĂ€ufig ein abweichendes (extrazonales) Gebirgsklima auf.

Die Klimate der tropischen TrockenwĂ€lder und Trockensavannen (die ökologisch zusammen mit den Dornsavannenklimaten und WĂŒsten zu den trockenen Tropen gezĂ€hlt werden) erhalten eine sehr hohe Globalstrahlung, die wie bei den Feuchtsavannenklimaten wĂ€hrend der Vegetationszeit etwas geringer ist.cite-ref-schultz-10-5[9] Die sehr hohen Jahresmitteltemperaturen zwischen 22 und 28 °C entsprechen ebenfalls denen der Feuchtsavannenklimate. Die JahresniederschlĂ€ge sind hingegen mit 500 bis 1200 mm (höchstens 1500 mm) nur noch mĂ€ĂŸig bis mĂ€ĂŸig hoch.cite-ref-grenzwerte-27-2[25]

Die NiederschlĂ€ge sind 4,5 bis 8 Monate in der Jahresmitte hoch bis sehr hoch, in der ĂŒbrigen Zeit meist sehr gering (bis extrem gering). Auch hier gilt eine hohe Übereinstimmung ĂŒber alle Kontinente der Tropen. Aufgrund der hohen Gesamtverdunstungcite-ref-schultz-10-6[9] ist das Klima mit unter 7 feuchten Monatencite-ref-m-ller-hohenstein-18-3[16] beziehungsweise 5 bis 7 ariden Monatencite-ref-schmith-sen-28-2[26] semiarid oder semihumid.

Die genannten Bedingungen von Licht, WĂ€rme und Feuchtigkeit fĂŒhren zu einer kurzen jĂ€hrlichen Wachstumsperiode von um 180 Tagen.cite-ref-box-2016-15-4[13]cite-ref-forkel-29-2[27] Die potenzielle natĂŒrliche Vegetation besteht aus laubwerfenden regengrĂŒnen TrockenwĂ€ldern, die jedoch in vielen Regionen aufgrund regelmĂ€ĂŸiger (natĂŒrlicher oder anthropogen verursachter) WaldbrĂ€nde und/oder Verbiss durch große Herden von Pflanzenfressern (etwa in Afrika) sehr großflĂ€chig zu Trockensavannen degradiert sind. Sie bestehen aus einer geschlossenen Pflanzendecke aus hohen GrĂ€sern (meist nicht ĂŒber 80 cm) mit weitstĂ€ndigen BĂ€umen oder Baumgruppen aus Arten, die verschiedene Strategien gegen die Trockenheit entwickelt haben.

Die Gesamtcharakteristik der Trockensavannenklimate kann mit „ganzjĂ€hrig warm, kĂŒrzere Regen- als Trockenzeit mit kurzen ÜbergĂ€ngen; sehr niedrige regengrĂŒne WĂ€lder oder trockene Kurzgrassavannen“ zusammengefasst werden.

Folgende Klimatypen effektiver Klassifikationsmodelle decken dieses Makroklima ab:

‱ bei Troll & Paffen: V 3 (Wechselfeuchte Tropenklimate)
‱ bei Köppen & Geiger: Aw/As (tropisches Savannenklima)
‱ bei Trewartha: BS (Steppe or Semiarid → einschließlich Dornsavannen u. gemĂ€ĂŸigter Steppen)

Randtropen

Die etwa 1000 Kilometer zwischen den baumgeprĂ€gten Ă€ußeren Tropen und den nahezu baumfreien WĂŒsten der Subtropen werden als Randtropen bezeichnet. Die teilweise bereits bis in die Subtropen reichenden Dornsavannenklimate weisen noch ein wechselfeuchtes Klima mit einer kurzen sommerlichen Regenzeit auf, wĂ€hrend die polwĂ€rts anschließenden heißen WĂŒstenklimate ganzjĂ€hrig arid sind. Obwohl sie zum Teil weit in die Tropen hineinragen, werden letztere klimatisch eher den Subtropen zugerechnet (und dort beschrieben).

Dornsavannenklimate

Die im Folgenden genannten Merkmale gelten erdumspannend (geozonal) fĂŒr Regionen bis zu rund 2000 m Meereshöhe. Höher gelegene Gebiete weisen hĂ€ufig ein abweichendes (extrazonales) Gebirgsklima auf.

Die Klimate der tropisch-subtropischen Dornsavannen erhalten eine sehr hohe Globalstrahlung, die jedoch wÀhrend der Vegetationszeit nur gering ist.cite-ref-schultz-10-7[9] Sie sind geprÀgt durch hohe Jahresmitteltemperaturen, die in der Regel zwischen 21 und 28 °C liegen.cite-ref-diagramme-26-1[24] Die geringen JahresniederschlÀge bewegen sich zwischen 250 und 500 (maximal 750) mm.cite-ref-grenzwerte-27-3[25]

Die NiederschlĂ€ge sind 2 bis 5 Monate in der Jahresmitte mĂ€ĂŸig bis sehr hoch, in der ĂŒbrigen Zeit allerdings meist sehr gering (bis extrem gering). Wie fĂŒr alle wechselfeuchten Tropenklimate haben auch die Dornsavannenklimate weltweit sehr Ă€hnliche KlimaverlĂ€ufe. Aufgrund der sehr hohen Gesamtverdunstungcite-ref-schultz-10-8[9] ist das Klima mit unter 7 feuchten Monatencite-ref-m-ller-hohenstein-18-4[16] beziehungsweise 8 bis 10 ariden Monatencite-ref-schmith-sen-28-3[26] voll- oder semiarid.

Die genannten Bedingungen von Licht, WĂ€rme und Feuchtigkeit fĂŒhren zu einer kurzen jĂ€hrlichen Wachstumsperiode von um 180 Tagen.cite-ref-box-2016-15-5[13]cite-ref-forkel-29-3[27] Die potenzielle natĂŒrliche Vegetation weist bereits die fĂŒr TrockenrĂ€ume typischen LĂŒcken auf und besteht aus DornstrĂ€uchern oder wasserspeichernden Sukkulenten in niedrig grasbewachsenem Offenland oder weitstĂ€ndigem Dornwald (wobei die „Waldpflanzen“ hier nur in Ausnahmen BĂ€ume sind).

Die Gesamtcharakteristik der Dornstrauchklimate kann mit „ganzjĂ€hrig warm, sehr kurze Regenzeit mit kurzen ÜbergĂ€ngen zur langen Trockenzeit; lĂŒckige Dornstrauchsavannen“ zusammengefasst werden.cite-ref-forkel-29-4[27]

Folgende Klimatypen effektiver Klassifikationsmodelle decken dieses Makroklima ab:

‱ bei Troll & Paffen: V 4 (Tropische Trockenklimate)
‱ bei Köppen & Geiger: zum Teil BSh (heißes Steppenklima)
‱ bei Trewartha: BS (Steppe or Semiarid → einschließlich Trockensavannen u. gemĂ€ĂŸigter Steppen)

Kalttropen

Als Kalttropen werden die Hochgebirgsklimate der Tropen bezeichnet, deren ökologische VerhÀltnisse nicht mit Gebirgen anderer Klimazonen vergleichbar sind.

Wie bei allen Klimazonen werden die (extrazonalen) Gebirgsklimate in der Regel separat betrachtet, da sich die geozonale Abfolge nur auf die Tieflandklimate bezieht. WÀhrend die klimatischen Höhenstufen der Hochgebirge (in den Polregionen und Mittelbreiten gÀnzlich sowie in den Subtropen weitgehend) vergleichbare Vegetationstypen Richtung Gipfelregion wie im Tiefland Richtung Polarkreis aufweisen, werden sie namentlich nicht hervorgehoben. In den Tropen zeigen die Höhenstufen jedoch trotz Àhnlicher Durchschnittstemperaturen bei den speziellen Klimabedingungen des solaren und thermischen Tageszeitenklimas eine vollkommen eigene Vegetation.

Im Gegensatz zu den Außertropen erhalten alle HĂ€nge tropischer Gebirge – unabhĂ€ngig von ihrer Ausrichtung – aufgrund der ganzjĂ€hrig nahezu gleichen Sonnenbahn jeden Tag eine hohe Globalstrahlung, so dass die grĂ¶ĂŸten Temperaturunterschiede nicht zwischen Juli und Dezember, sondern zwischen Tag und Nacht auftreten. So schwanken etwa die Temperaturen in der alpinen Höhenstufe der Ă€quatorialen Anden ganzjĂ€hrig zwischen rund 8 °C am Tag und −3 °C in der Nacht. Mit durchschnittlich 1000 bis 2000 mm Jahresniederschlag und rund 75 % relativer Luftfeuchtigkeit sowie hĂ€ufigem Nebel handelt es sich um ein humides Feuchtklima.

Erst in der nivalen Höhenstufe – die hier erst ĂŒber 4000 Meter beginnt –, reicht die tĂ€gliche ErwĂ€rmung nicht aus, um die Temperaturen ĂŒber 0 °C anzuheben. WĂ€hrend sich die Höhe der Frost- und Schneegrenze in den Gebirgen mit Jahreszeitenklima im Winter in tiefere und im Sommer in höhere Lagen verschiebt – und damit einen erheblichen Einfluss auf die Vegetation hat –, sind die Grenzen in tropischen HochlĂ€ndern immer gleich und relativ scharf gezogen.

Spezielle Vegetationstypen der Kalttropen sind insbesondere die montanen immerfeuchten NebelwĂ€lder, die in mindestens 1500 m Höhe beginnen und meistens bis auf ĂŒber 3000 m reichen und die darĂŒber beginnende einzigartige PĂĄramovegetation bis auf ĂŒber 5000 m Meereshöhe, die durch HorstgrĂ€ser sowie Schopfrosetten hervorsticht.

Naturraum

Nach ökologischen Kriterien gliedern sich die Tropen in die Ökozonen der sommer- und immerfeuchten Tropen sowie der ĂŒbergreifenden Tropisch / subtropischen Trockengebiete.

Feuchte und trockene Tropen

Aufgrund eines deutlichen Unterschiedes bei den Böden und Artenspektren existiert in der Ökologie eine weitere Unterteilung der Tropen in Feuchte Tropen – fĂŒr die Klimate der tropischen RegenwĂ€lder zusammen mit den Feuchtsavannenklimaten – und Trockene Tropen – fĂŒr die Trockensavannen-, Dornsavannen- und heißen WĂŒstenklimate. Klimatisch liegt die Grenze zwischen feuchten und trockenen Tropen etwa bei 1200 mm Jahresniederschlag.

Ausdehnung und Ausmaße

Auf die solare Abgrenzung bezogen betrĂ€gt der Abstand zwischen den beiden Wendekreisen 5200 km. Über den Landgebieten – insbesondere auf der Nordhalbkugel – liegt die thermische Grenze meistens jenseits der Wendekreise, sodass die maximale Breite bis zu 6300 km betrĂ€gt. Die grĂ¶ĂŸte Abweichung nach Norden liegt im Stau des westlichen Himalaya: Hier reichen die Tropen bis zum 31. Breitengrad, sodass die Subtropen ĂŒber 800 km weiter nördlich beginnen. Der Umfang der Erde betrĂ€gt in der Mitte der Zone – am Äquator – rund 40.000 km. Die grĂ¶ĂŸten Verschiebungen Richtung SĂŒdpol liegen mit jeweils rund 300 km an den Ostseiten der Kontinente. Auf der SĂŒdhalbkugel finden sich auch zwei erhebliche Abweichungen gen Äquator: Die grĂ¶ĂŸte von ĂŒber 1400 km wird durch den kalten Humboldtstrom verursacht. Eine weitere Nordabweichung liegt mit ĂŒber 800 km an der KĂŒste SĂŒdwest-Afrikas.

Die Tropen bedecken in diesem Sinne (als grĂ¶ĂŸte Klimazone) ĂŒber 200 Mio. kmÂČ: das sind etwa 40 % der ErdoberflĂ€che. BerĂŒcksichtigt man die thermischen Verschiebungen, sind es mit 41 % etwas mehr.

Gut 25 % der Tropen sind Landmassen. 36 % der irdischen LandoberflĂ€che liegen in dieser Zone, wovon ca. 17 % auf die nördliche und 19 % auf die sĂŒdlichen Tropen entfallen.cite-ref-schultz-10-9[9]

Fast 100 LĂ€nder liegen in den Tropen, davon ĂŒber 60 nördlich und rund 30 sĂŒdlich des Äquators. Sie erstrecken sich von der SĂŒdhĂ€lfte Mexikos ĂŒber Mittelamerika und die Karibik ĂŒber fast alle LĂ€nder SĂŒdamerikas (außer Chile, Argentinien und Uruguay); ĂŒber fast alle Staaten Afrikas einschließlich Madagaskars (bis auf die NordhĂ€lfte der afrikanischen Mittelmeerstaaten und SĂŒdafrika mit Lesotho und Eswatini); ĂŒber die SĂŒdhĂ€lfte der arabischen Halbinsel entlang der sĂŒdlichen Landesteile Irans und Pakistans ĂŒber fast ganz SĂŒdasien bzw. den indischen Subkontinent sĂŒdlich der hochasiatischen Gebirge und ganz SĂŒdostasien einschließlich der Grenzregionen Chinas und der Insel Taiwan; bis zu den Staaten der ozeanischen Inselwelt und der NordhĂ€lfte Australiens.

Ökologie

Biologische Vielfalt

Außer bei den Bienen ist der Artenreichtum aller im Folgenden genannten Artengruppen in den Tropen insgesamt wesentlich höher als in allen anderen Klimazonen; so leben etwa zwei Drittel aller Tierarten in tropischen WĂ€ldern.cite-ref-national-geographic-30-0[28] Betrachtet man die tropische Klimazone fĂŒr sich, ist das Bild sehr differenziert:

Wie auch in den Subtropen reicht die BiodiversitĂ€t von „sehr niedrig“ bis „sehr hoch“ und ist stark von der AriditĂ€t abhĂ€ngig: Außer in den HalbwĂŒsten Australiens ist die Artenvielfalt in den tropischen Trockengebieten bei den GefĂ€ĂŸpflanzenarten „sehr gering“ bis „gering“. In den humiden Gebieten meist „mittel“ bis „hoch“. Die tropischen RegenwĂ€lder erreichen hier die höchsten Werte, die noch höher sind als die der meisten subtropischen Waldgebieten und die in den fĂŒnf MegadiversitĂ€tszentren der Erde (alle sind BergwĂ€lder tropischer Hochgebirge) Zahlen von bis zu ĂŒber 12.500 Pflanzenarten pro 10.000 kmÂČ erreichen.cite-ref-31[Werte 1]cite-ref-32[29]

Auch bei den BĂ€umen ist in den Tropen der Einfluss der NiederschlĂ€ge deutlich zu erkennen: WĂ€hrend die tropischen WĂŒsten Afrikas mit 1328 Arten pro Biom und Australiens mit 823 Arten „geringe“ bis „sehr geringe“ Artenzahlen aufweisen, kommen die tropischen RegenwĂ€lder Afrikas auf „hohe“ (9044 Arten), Asiens auf bis zu „sehr hohe“ (14.595 Arten) und SĂŒdamerikas auf die höchsten Zahlen (23.197 Arten).cite-ref-33[Werte 2]cite-ref-34[30]

Mehr als 60 % aller beschriebenen Tierarten sind Insekten und zusammen mit den anderen GliederfĂŒĂŸern (Krebstiere, Spinnentiere, Skorpione u. a.) kommt der Großteil aller Arten – einschließlich der mit Abstand grĂ¶ĂŸte Teil aller noch nicht beschriebener Arten – in den (feuchten) Tropen vor.

Die gesamte Wirbeltierfauna der Tropen ist abgesehen von den extremen Trockengebieten (mit „geringen“ bis „sehr geringen“ Artenzahlen) in den feuchten Tropen „sehr hoch“.cite-ref-35[Werte 3]cite-ref-cox-et-al-36-0[31]

Dieses Verteilungsmuster trifft – mit Ausnahme von Australien – in den besonders trockenen und besonders feuchten RĂ€umen ebenso auf die SĂ€ugetiere,cite-ref-37[Werte 4]cite-ref-38[32] Vögelcite-ref-39[Werte 5]cite-ref-40[33] und Reptiliencite-ref-41[Werte 6]cite-ref-42[34] zu. In Australien sind die Reptilien mit „sehr hohen“ Artenzahlen auch in den WĂŒsten und HalbwĂŒsten vertreten.

Auch die Amphibienarten spiegeln die NiederschlagshĂ€ufigkeit wieder, doch sie sind mit „hohen“ und „sehr hohen“ Zahlen nur im Amazonasbecken vertreten, wĂ€hrend die anderen Regenwaldgebiete der Erde uneinheitliche Werte von „sehr gering“ bis „mittel“ aufweisen.cite-ref-43[Werte 7]cite-ref-44[35] Ein recht Ă€hnliches Verteilungsmuster der Artenvielfalt weisen die FledermĂ€use auf. Der Verbreitungsschwerpunkt der Primaten liegt mit rund 16 Arten pro VergleichsflĂ€che in den afrikanischen RegenwĂ€ldern, im westlichen Amazonasgebiet sind es um die 12 Arten und in SĂŒdostasien 8.cite-ref-45[36]

Schließlich ist die Zahl Bienenarten erwĂ€hnenswert, die in allen eher flachen tropischen Gebieten nur mit „sehr geringen“ Artenzahlen vertreten sind. Nur in Gebirgen kommen sie auf Ă€hnlich hohe Werte wie in den Außertropen.cite-ref-46[37]

Fauna und Flora

Es gibt eine sehr große Zahl von Artengruppen (Taxone), die im Wesentlichen nur in den Tropen beheimatet sind. Zu den bekanntesten Tiergruppen, die rund um den Äquator zu finden sind, gehören die Affen und Halbaffen (Primaten) und die Krokodile. Auch viele Vogeltaxone – wie beispielsweise die NageschnĂ€bler – sind ausschließlich tropisch verbreitet. Papageien und Laufvögel haben ihren Verbreitungsschwerpunkt in tropischen Gebieten. Das trifft auch auf die Katzen sowie die bereits erwĂ€hnten Amphibien- und Fledermausarten zu.cite-ref-national-geographic-30-1[28] FĂŒr die tropischen RegenwĂ€lder ist kennzeichnend, dass die Artenvielfalt und die Zahl verschiedener LebensrĂ€ume bzw. ökologischer Nischen mit einem ganzjĂ€hrig gleichbleibenden Nahrungsangebot durch den „dreidimensionalen“ Strukturreichtum der WĂ€lder enorm hoch, die Individuenzahl der Tiere jedoch gering ist.

UnzĂ€hlige bekannte Pflanzenarten (etwa Lebensmittel) stammen aus den Tropen oder sind nur dort ĂŒberlebensfĂ€hig: Zum Beispiel die Kokospalme, Bananen, sehr viele GewĂŒrzepflanzen und SĂŒdfrĂŒchte, Kaffee, Kakao und Kautschuk sowie alle Vanillearten.

Böden

Die meisten Böden der Tropen kommen auch in den Subtropen vor (FeuchtwĂ€lder = „Acrisol-Zone“, HalbwĂŒsten = „Xerosol-Zone“, WĂŒsten = „Yermosol-Zone“). Typisch sind lediglich die Böden der Savannen und TrockenwĂ€lder, die die „Acrisol-Lixisol-Nitisol-Bodenzone“ bilden; sowie der Tropischen RegenwĂ€lder (SĂŒdamerikas und Afrikas), die die „Ferralsol-Zone“ ausmachen.cite-ref-schultz-10-10[9]

Besiedlung und Nutzung

Im Übergangsraum zu den Subtropen entstanden in den Tropen einige der historischen Hochkulturen. Die im Laufe der Neuzeit entstandenen Kolonialreiche hatten vor allem in den Tropen hĂ€ufig sehr langen Bestand, sodass der europĂ€ische Einfluss auf die einheimischen Kulturen (einschließlich der Ausbeutung von Menschen – etwa als Sklaven – und Ressourcen – vor allem Gold, Silber, Baumwolle, Jute, Holz) hier besonders groß war.

Insbesondere die RegenwĂ€lder sind RĂŒckzugsrĂ€ume fĂŒr die letzten isoliert lebenden „Naturvölker“ der Erde. Auch insgesamt ist die Vielfalt der unterschiedlichen indigenen Völker, Ethnien und Sprachen nirgends grĂ¶ĂŸer als in den Tropen.

Knapp die HĂ€lfte der Tropen ist noch in einem naturnahen Zustand. Dabei handelt es sich vor allem um tropische RegenwĂ€lder. Zersiedelung und Übernutzung sind jedoch – bei regional wesentlich höherer Bevölkerungsdichte – viel stĂ€rker ausgeprĂ€gt als in den Wildnisregionen der hohen Breiten. Die anthropogene ÜberprĂ€gung der Naturlandschaften resultiert auf großen FlĂ€chen aus dem Jahrhunderte bis Jahrtausende langen Einfluss traditioneller Landwirtschaftsformen (siehe beispielsweise Terra preta, Amazonien). Industrialisierung spielt hier noch eine untergeordnete Rolle oder ist regional auf wenige Regionen begrenzt (z. B. Copperbelt und Kohlerevier Tete in Afrika, Camaçari in SĂŒdamerika, Multimedia Super Corridor in SĂŒdostasien).

Die Landnutzung in den Tropen ist nach der jeweils vorherrschenden Vegetation sehr unterschiedlich. Traditionell spielen Formen des Gartenbaus, Wanderfeldbaus und der Landwechselwirtschaft in den feuchten Tropen, sowie Agropastoralismus, Nomadismus und mobile Tierhaltung in den trockenen Tropen eine wichtige Rolle – verbreitet noch in völliger oder ergĂ€nzender Subsistenzwirtschaft. Da in den tropischen Gebieten das grĂ¶ĂŸte Bevölkerungswachstum der Erde beobachtet wird, diese Gebiete gleichzeitig jedoch in verschiedener Hinsicht hoch schutzwĂŒrdig sind, spielt sie eine wichtige Rolle und umfasst heute etliche Problemkreise.

Eine Auswahl besonders drÀngender Entwicklungen:

‱ Entwaldung der Regen- und TrockenwĂ€lder und Umbau in artenarme Agrarlandschaften mit erheblicher Verringerung der BiodiversitĂ€t; irreversibler Artenverlust in immensem Ausmaß
‱ Mit der Regenwaldzerstörung einhergehende KlimaverĂ€nderungen (Zunehmende Trockenheit, Verlust von Kohlenstoffsenken)
‱ Übernutzung und Bodendegradation durch zu große Viehherden, zu kurze Brachezeiten, zu hĂ€ufige Brandrodung, zu dichte Besiedlung
‱ Hunger, Verarmung, zunehmende UnselbststĂ€ndigkeit und Migrationsbewegungen großer Bevölkerungsteile durch unangepasste Wirtschaftsweisen, Klimafolgen, Ausbeutung, Anbau von Cash Crops (wie Kaffee und Kakao statt Lebensmittel)

Die Tropen als Topos

Die Tropen sind mehr als eine klimatische Kategorie, sie sind auch eine kulturelle Bestimmung.cite-ref-47[38] Moderne KĂŒnstler befassen sich schon seit mehr als 100 Jahren mit der Interpretation der Tropen.cite-ref-48[39] Die Kokospalme gilt als Symbol.

Literatur

‱ Wilhelm Lauer: Vom Wesen der Tropen. Klimaökologische Studien zum Inhalt und Abgrenzung eines irdischen LandschaftsgĂŒrtels (= Akademie der Wissenschaften und der Literatur – Abhandlungen der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Klasse. 1975, Nr. 3). Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz u. a. 1975, ISBN 3-515-02091-8.

Weblinks

Commons

: Tropics

– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Wiktionary: Tropen

– BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

‱ Literatur von und ĂŒber Tropen im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek

Anmerkungen

cite-note-61. Im Hinblick auf die Globale ErwĂ€rmung wurden die ariden und semiariden Klimate (bezĂŒglich WĂŒstenbildung, Versteppung), die Schultz klimatisch als Trockene Mittelbreiten und Tropisch / subtropische Trockengebiete zusammenfasst, separat erfasst. Zudem die gemĂ€ĂŸigten Regenwaldklimate, die Schultz zwar mehrfach erwĂ€hnt, dann aber nicht separiert.
cite-note-14Anmerkung 2. ↑ Auf der Nordhalbkugel liegt die Grenze zu den Subtropen in Indien im Luftmassenstau des Himalaya mindestens 850 km nördlicher als der Wendekreis. Andernorts ist die mittlere Übereinstimmung der thermischen und solaren Grenze am Wendekreis relativ gleich. Durch die kalten Strömungen des Humboldtstroms vor West-SĂŒdamerika und des Benguelastroms vor SĂŒdwestafrika liegt die Grenze zu den Subtropen auf der SĂŒdhalbkugel jeweils mindestens 1000 km nĂ€her an den Äquator. Im mittleren SĂŒdafrika liegt die Subtropengrenze rund 300 km weiter polwĂ€rts. Ansonsten ist die Übereinstimmung im Mittel recht gut. (Abgeleitet aus commons-Karte Klimazonen (3 Modelle) und Makroklimate.png, Entfernungen per Messwerkzeug auf der Karte Die grĂ¶ĂŸten Gebirge der Erde (fĂŒr Wikipedia), Google Maps, abgerufen am 6. November 2022.)

Unterteilungen zur Artenvielfalt

cite-note-31Werte 1. ↑ Artenvielfalt GefĂ€ĂŸpflanzen auf 100 × 100 km < 200 = sehr gering 200–1000 = gering 1000–2000 = mittel 2000–4000 = hoch 4000–>5000 = sehr hoch
cite-note-33Werte 2. ↑ Artenvielfalt BĂ€ume je Biom <1000 = sehr gering 1000–3000 = gering 3000–8000 = mittel 8000–14.000 = hoch >14.000 = sehr hoch
cite-note-35Werte 3. ↑ Artenvielfalt Wirbeltiere auf 50 × 50 km 1–101 = sehr gering 102–192 = gering 193–258 = mittel 259–460 = hoch 461–1286 = sehr hoch
cite-note-37Werte 4. ↑ Artenvielfalt SĂ€ugetiere auf jeweils 50.000 kmÂČ 1–42 = sehr gering 43–84 = gering 85–126 = mittel 127–168 = hoch 169–210 = sehr hoch
cite-note-39Werte 5. ↑ Artenvielfalt Vögel auf 10 × 10 km 1–135 = sehr gering 136–271 = gering 272–406 = mittel 407–542 = hoch 542–678 = sehr hoch
cite-note-41Werte 6. ↑ Artenvielfalt Reptilien auf 10 kmÂČ 1–44 = sehr gering 45–88 = gering 89–132 = mittel 133–176 = hoch 177–221 = sehr hoch
cite-note-43Werte 7. ↑ Artenvielfalt Amphibien auf 50 × 50 km 1–27 = sehr gering 28–54 = gering 55–81 = mittel 82–108 = hoch 109–136 = sehr hoch

Einzelnachweise

cite-note-11. ↑ Wilhelm Lauer, Daud Rafiqpoor, Peter Frankenberg: Die Klimate der Erde. Eine Klassifikation auf ökophysiologischer Grundlage der realen Vegetation. In Erdkunde, Band 50, Heft 4, Boss, Kleve 1996, PDF; 4,5 MB, abgerufen am 22. Dezember 2021, S. 276–277, 291–292, sowie Beilage V (10 Kartenseiten).
cite-note-22. ↑ Michael Richter (Autor), Wolf Dieter BlĂŒmel et al. (Hrsg.): Vegetationszonen der Erde. 1. Auflage, Klett-Perthes, Gotha und Stuttgart 2001, ISBN 3-623-00859-1, S. 223, 257, 294.
cite-note-33. ↑ Wolfgang W. Merkel: Die Tropen dehnen sich nach Norden aus. In: Welt.de. 4. Dezember 2007, abgerufen am 11. MĂ€rz 2023.
cite-note-hbs-44. ↑ WĂ€lder im Klimawandel. In: bildungsserver.de (Bildungswiki Klimawandel). Abgerufen am 11. MĂ€rz 2023.
cite-note-10-1073-pnas-1509938112-55. ↑ Naia Morueta-Holme, Kristine Engemann, Pablo Sandoval-Acuña, Jeremy D. Jonas, R. Max Segnitz, Jens-Christian Svenning: Strong upslope shifts in Chimborazo's vegetation over two centuries since Humboldt. In: PNAS. 112. Jahrgang, Nr. 41, Oktober 2015, S. 12741–12745, doi:10.1073/pnas.1509938112 (englisch).
cite-note-planetcalc-com-76. ↑ Ermittelt ĂŒber Online-Rechner: Sonnenstand an einem gegebenen Tag. Azimut- und Elevationstabelle. Online, abgerufen am 9. November 2022.
cite-note-87. ↑ Materialien der Hochschule Mannheim, Institut fĂŒr Energie- und Umwelttechnik: Mittlere jĂ€hrliche Globalstrahlung, RRE 03/2006, PDF, abgerufen am 17. MĂ€rz 2023. S. 26 von 40 (nach RWE).
cite-note-98. ↑ Heinz Nolzen (Hrsg.): Handbuch des Geographieunterrichts. Bd. 12/II, Geozonen, Aulis Verlag Deubner & Co. KG, Köln 1996, ISBN 3-7614-1619-9. S. 6.
cite-note-schultz-109. ↑ JĂŒrgen Schultz: Die Ökozonen der Erde. 4., völlig neu bearbeitete Auflage, Ulmer UTB, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8252-1514-9, S. 26, Abb. 0.3: Vergleich der Ökozonen nach ausgewĂ€hlten quantifizierbaren Merkmalen, S. 30, Tab. 1.1: FlĂ€chengrĂ¶ĂŸen der Ökozonen (Werte aufgeteilt nach FlĂ€chenberechnungen ĂŒber die Karte „Klimazonen (3 Modelle) und Makroklimate“), S. 35. Tab. 2.1.: Hygrothermische Wachstumsbedingungen in den einzelnen Ökozonen (nach Klimazonen zusammengefasst, z. T. gemittelt), S. 79, Grafik: ‘‘Mittlere jĂ€hrliche Biotemperatur‘‘, S. 352–353 Abb. B Bodenzonen der Erde.
cite-note-1110. ↑ Abgeleitet aus commons-Karte „GOME.uviecclimyear lr.gif“, basierend auf GOME-Spektrometerdaten des ESA-Satelliten ERS-2, wie vom KNMI (Königliches NiederlĂ€ndisches Meteorologisches Institut) veröffentlicht.
cite-note-1211. ↑ Werner H. Terjung, Stella S-F. Louie: Energy Input-Output Climates of the World: A Preliminary Attemp. Los Angeles 1971, PDF; 1,75 MB, abgerufen am 3. Juli 2022, S. 136, 148, 152, 157, 158, 159, 164.
cite-note-1312. ↑ Monika Sánchez: Was ist die thermische Amplitude? Information auf meteorologianenred.com, abgerufen am 19. Dezember 2022.
cite-note-box-2016-1513. Elgene Owen Box: World Bioclimatic Zonation. In Elgene Owen Box (Hrsg.): Vegetation Structure and Function at Multiple Spatial, Temporal and Conceptual Scales. Springer International Publishing, Schweiz 2016, ISBN 978-3-319-21451-1, PDF, S. 6: Tabelle 2 „Early evolution of temperature-based limits for world climatic zonation“ mit den Grenzwerten nach Supan und Köppen, S. 12: Tabelle der Haupt-Klimazonen.
cite-note-162. Carl Troll, Karlheinz Paffen: Karte der Jahreszeiten-Klimate der Erde. In Erdkunde, Band 18, Heft 1, DĂŒmmler, Bonn 1964, PDF; 10,9 MB, abgerufen am 25. Juni 2022, S. 25–27, Beilage Legende zur Karte. ohne Seitenangabe bzw. S. 38 des PDF.
cite-note-173. H. Kehl: ‘‘Vegetationsökologie Tropischer & Subtropischer Klimate (LV von 1986 – 2016)‘‘, online abgerufen am 26. September 2022, Abschnitt: ‘‘Ecological zone breakdown used in Forest Resources Assessment (FRA) 2000 of FAO‘‘, Tab. A6-05.
cite-note-m-ller-hohenstein-1816. Die geoökologischen Zonen der Erde nach MĂŒller-Hohenstein (1989) in Heinz Nolzen (Hrsg.): Handbuch des Geographieunterrichts. Bd. 12/I, Geozonen, Aulis Verlag Deubner & Co. KG, KĆĄln 1995, ISBN 3-7614-1618-0, S. 9, Tabelle Abb. 1.2.1/2.
cite-note-194. Wilhelm Lauer, Daud Rafiqpoor, Peter Frankenberg: Die Klimate der Erde. Eine Klassifikation auf ökophysiologischer Grundlage der realen Vegetation. In Erdkunde, Band 50, Heft 4, Boss, Kleve 1996, PDF; 4,5 MB, abgerufen am 22. Dezember 2021, S. 276–277, 295, sowie Beilage V (10 Kartenseiten).
cite-note-205. Sascha Leufke (Autor), Michael Hemmer, Gabriele SchrĂŒfer, Jan Christoph Schubert (Hrsg.): Klimazonen im Geographieunterricht - Fachliche Vorstellungen und SchĂŒlervorstellungen im Vergleich in MĂŒnsteraner Arbeiten zur Geographiedidaktik. Band 02, 2011, PDF; 5,9 MB, abgerufen am 31. Juli 2022, hier: ‘‘Das „Baukastensystem“ von SIEGMUND (1999)‘‘, S. 27 (–30) - sowie ergĂ€nzend - Westermann Kartographie (Hrsg.): Weltatlas. 1. Auflage 2008, Bildungshaus Schulbuchverlage, Braunschweig 2009, ISBN 978-3-14-100700-8, S. 226.
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cite-note-2220. ↑ Walter Roedel: Physik unserer Umwelt: Die AtmosphĂ€re. Zweite ĂŒberarbeitete und aktualisierte Auflage, Springer, Berlin/Heidelberg 1994, ISBN 978-3-540-57885-7, S. 189–191.
cite-note-roedel-2321. ↑ Walter Roedel: Physik unserer Umwelt: Die AtmosphĂ€re. Zweite ĂŒberarbeitete und aktualisierte Auflage, Springer, Berlin/Heidelberg 1994, ISBN 978-3-540-57885-7, S. 191.
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cite-note-2523. ↑ Bernhard Berking, Werner Huth: Handbuch Nautik - Navigatorische SchiffsfĂŒhrung. 1. Auflage. Seehafen Verlag, 2010, S. 277–280.
cite-note-diagramme-2624. ↑ Abgeleitet aus Klimadiagrammen, alle abgerufen am 15. Januar 2023: Vorwiegend: Klimadiagramme weltweit (Martin-Luther-UniversitĂ€t Halle-Wittenberg, Institut fĂŒr Geowissenschaften und Geographie) Bei fehlenden Regionen zur ErgĂ€nzung (selten): www.klimadiagramme.de climate-data.org climatecharts.net
cite-note-grenzwerte-2725. ↑ In der Biogeographie existiert eine Vielzahl von Grenzwerten verschiedener Autoren, die voneinander abweichen, zum Teil veraltet sind und bis zur Jahrtausendwende nie verifiziert wurden (siehe Quelle Beierkuhnlein & Fischer, S. 249 sowie Geozonen#Datengrundlage). Die hier genannten Spannen der Jahresdurchschnittstemperaturen und -niederschlagssummen sind gemittelte Werte aus den Bezugsrahmen, die zwei moderne Studien (2017 u. 2021) zur Ermittlung der realistischen Abgrenzungen von Biomen geschaffen haben. FĂŒr die detaillierteren Biom-Untergliederungen und unter BerĂŒcksichtigung konzeptionell festliegender Werte wurde nach Möglichkeit auf die Einteilungen und Festlegungen von MĂŒller-Hohenstein (1989) und die Nennung in Pfadenhauer & Klötzli (2014) zurĂŒckgegriffen, da sie den Studienergebnissen am ehesten entsprechen. Carl Beierkuhnlein u. Jan-Christopher Fischer: Global Biomes and Ecozones – Conceptual and Spatial Communalities and Discrepancies. In: Erdkunde. Band 75, Nr. 4, 2021 (erdkunde.uni-bonn.de PDF). ISSN 2702-5985, S. 257–261 sowie ergĂ€nzend Appendix III: ‘2D Kernel graphs for all condensed biomes’ doi:10.3112/erdkunde.2021.04.01b. Mingkai Jiang, Benjamin Felzer, Uffe N Nielsen, Belinda E. Medlyn: Biome‐specific climatic space defined by temperature and precipitation predictability, Research Paper in Wiley Global Ecology an Biogeography, September 2017, doi:10.1111/geb.12635, S. 1275–1277. Jörg S. Pfadenhauer, Frank A. Klötzli: Vegetation der Erde. Springer Spektrum, Berlin/Heidelberg 2014, ISBN 978-3-642-41949-2. S. 476. Klaus MĂŒller-Hohenstein: Die geoökologischen Zonen der Erde (1989, S. 6–7), in Heinz Nolzen (Hrsg.): Handbuch des Geographieunterrichts. Bd. 12/I, Geozonen, Aulis Verlag Deubner & Co. KG, Köln 1995, ISBN 3-7614-1618-0. S. 9.
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